Bier, laute Musik und eine Einführung in die Physiologie der Wahrnehmung

Welcher Begriff passt nicht zu den den anderen? Irgendwas stimmt da nicht ganz! Übrigens ist es unverantwortlich, in welcher Weise ich durch Banalitäten wie das Studium daran gehindert werde, mir meine Leber zu verderben.

Wie würde ich das ausdrücken, wenn ich nicht so genial formulieren würde, wie ich es nun einmal tue und meine Eltern mir während der Pubertät das Ausgehen verböten? Wahrscheinlich ungefähr so: „Ihr könnt mir gaaaar nix befehlen! DAS IST MEIN LEBER!“

Cheers.

I’m no Superman

Es gibt vieles, was einem die eigenen Grenzen aufzeigen kann. Ob es nun ein Glas Pfeffi mehr ist, als man verkraftet, oder eine Klausur, auf die man doch nicht so gut vorbereitet war, wie man dachte – es ist nie schön, wenn man erkennen muss, dass man doch nicht so viel schafft, wie man denkt. Und um den Kreis um den lieben J.D. zu schließen: I can’t do this all on my own. I know that I’m no superman.

Paradoxerweise (und für eine derart Scrubs-artige Einleitung echt untypisch), soll es aber um das Thema des „Nicht-Schaffens“ eigentlich nicht gehen, beziehungsweise, um genau zu sein, nur um dessen medallien-rückseitigen Kehrwert. Etwas zu schaffen setzt schließlich voraus, dass man eine Art von Anforderung bewältigt – und hier soll es mehr um die Anforderungen gehen als das Schaffen (und schon gar nicht das Anschaffen).

Aber von was für Anforderungen spreche ich eigentlich?

Gemeint sind systemische Anforderungen, die von den zwei Komplexen namens Leben und Studium ausgehen und die oftmals unvereinbar miteinander sind.

Zugegebenermaßen, als ich Fuck the System? schrieb, war ich noch der Auffassung, mein nächster Post würde „Fucked by the system!“ lauten, was in meinen Augen und nach einiger Überlegung immer weniger witzig und irgendwie immer mehr nach plattem Pathos klang. Deshalb will ich versuchen, dem Ganzen ein wenig weniger polemisch zu begegnen, obwohl mir das, zugegebenermaßen, schwerfällt.

Nach dieser ellenlangen Einleitung aber jetzt mal Curry bei die Wurst. Über das Bachelor-Studium ist viel geschrieben, postuliert und gepredigt worden. Aus eigener Erfahrung bestätigen kann ich eins: Es ist hart, teilweise zu hart. Sich einen Vorsprung zu erarbeiten ist schwierig und wenn man das wirklich will, muss man Opfer bringen.

Meiner Meinung nach setzt sich das Gesamtproblem aus drei Teilproblemen zusammen, die, natürlich, jeweils ihre eigenen Bezugssysteme haben – sich aber letztlich alle auf einen gemeinsamen Hauptfaktor auswirken: Zeit.

Es ist schon als systematisch zu sehen, wie die eigene Freizeit immer weiter eingeschränkt wird. Das perfide daran ist, dass man letztlich selbst derjenige ist, der darauf trainiert wird, die eigene Freizeit und Freiheit immer weiter zu beschneiden.

Mehr dazu im nächsten Post.