Ratingagenturen drohen mit Herabstufung deiner Mudder

Schreckensmeldungen aus Amerika (und deine Mudder, wenn sie in einen Pool springt) schlagen hohe Wellen: Die Ratingagentur Momma & Fat beurteilt die Zukunft für deine Mudder pessimistisch. Durch eine schlechte Haushaltsführung habe sich eine große Altlast angesammelt, die abzuarbeiten Jahrhunderte in Anspruch nehmen dürfte – so ein leitender Angestellter der Agentur. In Folge dieser Einschätzung könnte deine Mudder sogar noch weiter herabgestuft werden – ein Vorgang, den Experten bis vor kurzem noch für unmöglich gehalten hätten.

Die Politik reagierte überwiegend besonnen auf die drohende Herabstufung. Ein Regierungssprecher aus dem Kanzleramt kommentierte vorsichtig: „Wir müssen der Tatsache ins Auge sehen, dass die fetten Jahre vorbei sind. Die Entwicklung ist nun in vollem Gange und jetzt passiert, was schon seit Ewigkeiten notwendig gewesen wäre: Deine Mudder kriegt ihr Fett weg.“

Ex-Famillienminsterin und Übermudder von der Leyen unterstrich diese Aussage: „Da kann deine Mudder sich drehen und wenden, wie sie will. Letztlich kann sie nicht aus ihrer Haut, auch wenn ihr das jeder nur wünschen würde.“

Die Zukunft deiner Mudder ist nun in großem Maße abhängig von den Beurteilungen der verschiedenen Ratingagenturen. Einen großen Einfluss dürfte weiterhin haben, ob deine Mudder stabil bleibt. Derartige beruhigende Impulse könnten dafür sorgen, dass es am Ende nicht ganz so dick kommt.

Beate Uhse und die Angst vor dem Banken-Bumms

Wenn ich mal nicht so recht weiß, worüber ich mich heute eigentlich echauffieren möchte, gucke ich als erstes auf die Seite von Bild.de – zu irgendetwas ist also sogar die nütze. Dumbledore (oder wer auch sonst diese Worte prägte) hatte da in all seiner Weisheit mal wieder Recht: „Nichts ist so schlecht, dass es nicht auch sein Gutes hätte“. In diesem Sinne mag man vielleicht in Zukunft oder irgendeinem Paralleluniversum sogar eine Verwendung für Sarah Palin finden.

Aber zurück zum Bild-Bashing, denn man kann ja nicht schließlich immer Niveau haben:

Fun fact no. 1: Bild.de hat zwar keine Themenseite über die Nobelpreise 2011, dafür aber über das Eheleben von Ashton Cutcher und Demi Moore, eine über Dessous und eine über Justin Bieber. Die meistgeklickten Themenseiten sind in absteigender Reihenfolge „Kamasutra“, „Die Alm“ und „Busenblitzer – Promis oben ohne“.

Fun fact no. 2: Die Angst vor einer erneuten Wirtschaftskrise bezeichnet Bild.de als „Angst vor dem Banken-Bumms“. Herzallerliebst! Zu Fäkalausdrücken und Polemiken gesellt sich Kindersprache – das finde ich einfach supi.

Übrigens: Die Themen-Auswahl ist bekanntermaßen vorbildlich: Neben Meldungen aus der Wirtschaft wie „Beate Uhse (†81) – Wie steht’s heut um ihr Geschäft mit der Lust?“ über politische Themen „Schock-Video aus Ägypten: Hier macht ein Panzer Demonstranten platt“ bis zur Meldung für’s Herz „Kleingärtner-Krieg: Nachbar hat meine Schlotter-Lotte gekillt!“ – alle lebenswichtigen Bereiche werden abgedeckt und bedient. Das einzige, was mir ein bisschen fehlt, ist ein Artikel Bild darüber, von welchen Drogen Britney Spears gerade abhängig ist. Dass das fehlt, ist wirklich kaka.

Wie man White Russian trinkt

Cocktailbars sind echte Minenfelder. Da dachte ich, relativ gefahrlos einen White Russian bestellen zu können und wurde umgehend eines besseren belehrt.

Meiner Meinung nach wird ein White Russian in einem Whiskeyglas oder etwas ähnlichem serviert. Ein leckeres, die eigene Heterosexualität untermauerendes Gesöff. Was ich bekam, war ein ungewolltes, öffentliches Outing.

Aber hey, irgendwann musste es ja mal rauskommen.