Die Helden von SOS-Heimat

Die Autoren von SOS – Österreich machen eine herzzerreißend gute Arbeit. Mein Herz hüpft höher bei dieser journalistischen Arbeit! Völlig zu Recht zählt dieser Blog in der WordPress-Anzeige fast täglich zu den angesagtesten. Denn da geht es nicht um Besucherzahlen, sondern einfach um Qualität und Gehalt, das ist ja wohl mal klar.

Außerdem wird natürlich der gesellschaftliche Nutzen betrachtet. Europa braucht diesen starke Stimme, diesen Weckruf, diesen aufrechten Kampfschrei eines österreichischen Zaunkönigs, der vom Ast einer deutschen Eiche zu uns hinabruft: „Muselmane ante Portas!“ Oder, vielleicht noch treffender: „Die Barbaren sind schon längst unter uns!“ Wie ist es nur möglich, dass das gar keiner bemerkt?!

Dabei zeigt dieser Blog doch in aller Deutlichkeit Tag für Tag welche Bedrohungen es in Europa gibt: So wurde in aller Schärfe verurteilt, wie in einer nachmittäglichen Fernsehshow  (deren 100-prozentig dokumentarischer Charakter jawohl ausreichend belegt ist), schon wieder einer dieser Türken eine unserer Frauen weggenommen hat!  Unter dem Titel „Drama im Kurdischen Bergdorf“ kündigte SOS – Österreich den Beitrag folgendermaßen an:

Dumme Deutsche heiratet ausgewiesenen Türken

Immerhin ein kleiner Trost: Die Frau war dumm.

Ein anderes Mal bin ich durch unvergleichliche Recherchearbeiten des SOS – Österreich-Blogs darauf aufmerksam gemacht worden, dass in Holland jugendliche Moslems christliche Beerdigungen gestört haben. Das ist Rassissmus gegen Europäer! SOS –  Österreich fragt scharfsinnig:

Darf man das als Kriegserklärung betrachten?

Natürlich darf man! Ich trete dafür ein, mehr Dinge als Kriegserklärung zu betrachten. Es ist doch genau diese Sozialdynamik, die unserer Gesellschaft heutzutage fehlt! Wann habt ihr, liebe Leser,  denn das letzte Mal jemanden, der im Supermarkt gedrängelt hat, einfach in die Fresse geschlagen? Ich fordere: Back to the roots! Back to Klaus Klinski!

Wann habt ihr das letzte Mal eure Kinder vermöbelt?

Wann habt ihr das letzte Mal für die Reinheit eures Staates gekämpft?

Wann habt ihr das letzte Mal den Ostflügel eurer Wohnung erweitert?

Es ist viel zu lange her! Steht auf! Kämpft für eure Rechte! Gegen die Rechte der Anderen! Für eine sichere Zukunft! Gegen Rassismus!

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Von Wurzeln und Blüten

Es gibt viele Dinge, mit denen man sich die Zeit vertreiben kann. Hobbys. Freunde. Für einige Stunden kann es auch sehr erquicklich sein, sich an den Füßen rumzuspielen (die beruhigende Wirkung dieser Tätigkeit sollte wirklich in keiner Weise unterschätzt werden!). Aber auf Dauer hat das doch wenig Substanz. Mal ehrlich, wer will denn auf Dauer ständig mit brabbelnden, riechenden Entitäten aufs nächste zusammengepfercht sein?
Und betrachtet hingegen die edelgasige Reinheit klangvoller Blogosphären! Das seidige, beruhigende Geräusch tackender Tastaturanschläge! Die biblische Unschuld vielfälter Feeds und die forcierende Gewalt kämpferischer Comments!
Hier wird sich noch aufgeregt, bekämpft, hier wird noch chauveniert, defätiert und existiert. Das Internet löst den venezianischen Maskenball gesellschaftlichen Umgangs auf. Jedes Monster kann sich zeigen wie sein Zeuger es schuf. Na, wenn das nicht die Urform aller Demokratie ist?
Die Wahrnehmung dieser Rechte findet doch längst online statt, nur leider völlig unzureichend – und überwiegend wirkungslos. Wer geht denn heutzutage noch auf die Straße? Wer steht denn tatsächlich noch auf, um seine Meinung kundzutun? Oder um jemanden effektiv am Kundtun der seinigen zu hindern?
Und wer bleibt in Ruhe sitzen und hämmert, erfüllt von grimmigem Stolz, seitenweise Anschuldigungen in die Weiten des Web hinaus? Der Weg des geringsten Widerstands ist eben der zur Tastatur. Das ist so lange unbedenklich, wie er zum Ziel führt – nur, wo überhaupt das verdammte Ziel ist, das kann schon längst keiner mehr sagen. Das Internet wurde vielleicht von Menschen erschaffen, aber daraus ergeben sich noch längst keine Besitzansprüche, geschweige denn Nutzungsqualitäten.
Die Wurzel allen Übels liegt in der menschlichen Natur. Die Blüten wachsen in die Blogosphäre.