Beate Uhse und die Angst vor dem Banken-Bumms

Wenn ich mal nicht so recht weiß, worüber ich mich heute eigentlich echauffieren möchte, gucke ich als erstes auf die Seite von Bild.de – zu irgendetwas ist also sogar die nütze. Dumbledore (oder wer auch sonst diese Worte prägte) hatte da in all seiner Weisheit mal wieder Recht: „Nichts ist so schlecht, dass es nicht auch sein Gutes hätte“. In diesem Sinne mag man vielleicht in Zukunft oder irgendeinem Paralleluniversum sogar eine Verwendung für Sarah Palin finden.

Aber zurück zum Bild-Bashing, denn man kann ja nicht schließlich immer Niveau haben:

Fun fact no. 1: Bild.de hat zwar keine Themenseite über die Nobelpreise 2011, dafür aber über das Eheleben von Ashton Cutcher und Demi Moore, eine über Dessous und eine über Justin Bieber. Die meistgeklickten Themenseiten sind in absteigender Reihenfolge „Kamasutra“, „Die Alm“ und „Busenblitzer – Promis oben ohne“.

Fun fact no. 2: Die Angst vor einer erneuten Wirtschaftskrise bezeichnet Bild.de als „Angst vor dem Banken-Bumms“. Herzallerliebst! Zu Fäkalausdrücken und Polemiken gesellt sich Kindersprache – das finde ich einfach supi.

Übrigens: Die Themen-Auswahl ist bekanntermaßen vorbildlich: Neben Meldungen aus der Wirtschaft wie „Beate Uhse (†81) – Wie steht’s heut um ihr Geschäft mit der Lust?“ über politische Themen „Schock-Video aus Ägypten: Hier macht ein Panzer Demonstranten platt“ bis zur Meldung für’s Herz „Kleingärtner-Krieg: Nachbar hat meine Schlotter-Lotte gekillt!“ – alle lebenswichtigen Bereiche werden abgedeckt und bedient. Das einzige, was mir ein bisschen fehlt, ist ein Artikel Bild darüber, von welchen Drogen Britney Spears gerade abhängig ist. Dass das fehlt, ist wirklich kaka.

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Polizisten misshandeln Partygäste

Lloret de Mar. Bekannt ist die Stadt als eine der florierenden Partystädte an der Ostküste Spaniens, doch kürzlich machte sie nicht zum ersten Mal auf ganz andere Weise von sich reden. Hier verprügelten rauflustige Polizisten mehrere Touristen, fast bis zur Besinnungslosigkeit. Wie in den meisten bisherigen Fällen kamen dabei nicht nur Fäuste zum Einsatz, vor allem Schlagstöcke und Gummigeschosse wurden gezielt und brutal gegen die Gäste der Stadt eingesetzt! Als Gründe für die ausufernden Gewaltorgien der Beamten gaben Sprecher der Stadt an, die Touristen seien stark alkoholisiert und ihrerseits gewalttätig gewesen.

Was für eine verrückte Stellungnahme! Da will man mal sich mal in Ruhe die Kante geben und ein paar Einheimische vermöbeln und – zack – kriegt man von den Uniformierten auf die Fresse. Das ist doch nicht richtig.

Ich meine: Wo soll man denn jetzt noch die Sau richtig rauslassen können? Da fährt man schon extra bis ins Ausland um sich hemmungslos zu besaufen und darf immer noch nicht pöbelnd und randalierend durch die Innenstädte tingeln?

Da läuft irgendetwas gewaltig schief, und dieses irgendetwas hat mittlerweile schon internationale Ausmaße angenommen: Nicht nur, dass jetzt in Lloret de Mar die Discobetreiber stärker kontrolliert werden sollen, auch in Holland soll – und das steht schon länger fest – der Drogentourismus unterberbunden werden. Demnächst darf man nicht mal mehr am Ballermann jedem eine Ballern, der einen verballert anguckt.

Und was bleibt als Alternative?

I don’t shit where I eat. So viel steht mal fest.

Aber wem soll ich dann unter den Tisch kotzen? Wohin soll uns das führen? Sollen wir demnächst bis nach Afrika fliegen müssen, nur um mal ordentlich jemandem zu vermöbeln, der in der Machthierarchie unter uns steht? Mal ernsthaft, wer will denn so weit fliegen, nur um seine Partyleichen zu vergraben? Das wäre auch der Umwelt gegenüber mehr als rücksichtslos. Und von der Flugsteuer wollen wir gar nicht erst reden…

Es ist erschütternd, mit welcher Überzeugung der Bürgermeister von Lloret de Mar die Auffassung vertritt, man müsse uns am exzessiven Feiern hindern. Wie kommt der überhaupt zu so einer Aussage? Glaubt der, das wäre seine Stadt? Ich glaube, man muss diesen Bürokraten einfach mal zeigen, wie richtig gefeiert wird. Das wäre mal ’ne Party.

Die Helden von SOS-Heimat

Die Autoren von SOS – Österreich machen eine herzzerreißend gute Arbeit. Mein Herz hüpft höher bei dieser journalistischen Arbeit! Völlig zu Recht zählt dieser Blog in der WordPress-Anzeige fast täglich zu den angesagtesten. Denn da geht es nicht um Besucherzahlen, sondern einfach um Qualität und Gehalt, das ist ja wohl mal klar.

Außerdem wird natürlich der gesellschaftliche Nutzen betrachtet. Europa braucht diesen starke Stimme, diesen Weckruf, diesen aufrechten Kampfschrei eines österreichischen Zaunkönigs, der vom Ast einer deutschen Eiche zu uns hinabruft: „Muselmane ante Portas!“ Oder, vielleicht noch treffender: „Die Barbaren sind schon längst unter uns!“ Wie ist es nur möglich, dass das gar keiner bemerkt?!

Dabei zeigt dieser Blog doch in aller Deutlichkeit Tag für Tag welche Bedrohungen es in Europa gibt: So wurde in aller Schärfe verurteilt, wie in einer nachmittäglichen Fernsehshow  (deren 100-prozentig dokumentarischer Charakter jawohl ausreichend belegt ist), schon wieder einer dieser Türken eine unserer Frauen weggenommen hat!  Unter dem Titel „Drama im Kurdischen Bergdorf“ kündigte SOS – Österreich den Beitrag folgendermaßen an:

Dumme Deutsche heiratet ausgewiesenen Türken

Immerhin ein kleiner Trost: Die Frau war dumm.

Ein anderes Mal bin ich durch unvergleichliche Recherchearbeiten des SOS – Österreich-Blogs darauf aufmerksam gemacht worden, dass in Holland jugendliche Moslems christliche Beerdigungen gestört haben. Das ist Rassissmus gegen Europäer! SOS –  Österreich fragt scharfsinnig:

Darf man das als Kriegserklärung betrachten?

Natürlich darf man! Ich trete dafür ein, mehr Dinge als Kriegserklärung zu betrachten. Es ist doch genau diese Sozialdynamik, die unserer Gesellschaft heutzutage fehlt! Wann habt ihr, liebe Leser,  denn das letzte Mal jemanden, der im Supermarkt gedrängelt hat, einfach in die Fresse geschlagen? Ich fordere: Back to the roots! Back to Klaus Klinski!

Wann habt ihr das letzte Mal eure Kinder vermöbelt?

Wann habt ihr das letzte Mal für die Reinheit eures Staates gekämpft?

Wann habt ihr das letzte Mal den Ostflügel eurer Wohnung erweitert?

Es ist viel zu lange her! Steht auf! Kämpft für eure Rechte! Gegen die Rechte der Anderen! Für eine sichere Zukunft! Gegen Rassismus!